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Mache dein Produkt verkehrsfähig!

Was ist mit das Schlimmste, dass einem Food-Startup passieren kann? Man ist glücklich, dass man es endlich in die Regale der Supermärkte geschafft hat und sich das Produkt gut verkaufen lässt. Es scheint zu laufen, doch dann: WARENRÜCKRUF! Und das alles nur, weil die Deklaration bzw. das Etikett nicht richtig gekennzeichnet war. Mit einem Warenrückruf sind emotionaler Stress und hohe Kosten verbunden.
Zu allererst sollte euch folgendes bewusst sein: Ohne unser Wissen gehen unabhängige Kontrollstellen oder auch Wettbewerbskommissionen durch die EDEKA-Märkte. Dabei suchen sie sich einzelne Produkte aus und unterziehen diese einer scharfen und umfangreichen Kontrolle. Wir hatten auf foodstarter bereits Startups, bei denen genau eine solches Gutachten vorgenommen wurde. In diesen Fällen gab es leider nicht nur eine Abmahnung. Die Startups wurden direkt zu einer Warenrücknahme gezwungen. Auch für foodstarter ist das natürlich keine schöne Erfahrung. Denn auch die Plattform trägt einen Schaden davon, wenn wir Produkte anbieten, die nicht der Qualität der EDEKA entsprechen. Unabhängig davon, ist der Nachteil bei den Startups natürlich viel größer. Durch den administrativen Aufwand, die die EDEKA durch Warenrücknahmen hat, müssen Startups eine Strafe zahlen.
Uns ist also besonders wichtig, dass die Produkte auf der Plattform verkehrsfähig sind und die entsprechenden Dokumente für die Sicherung der Qualität vorweisen können. Damit wir und vor allem ihr ein solches Debakel nicht erleben müsst, haben wir einige Fragen mit den jeweiligen Antworten für euch aufgelistet:

Welche QS-Dokumente benötigst du für deine Veröffentlichung auf foodstarter?
Damit sowohl foodstarter als auch alle Regionen und die EDEKA Zentrale sicherstellen können, dass alle Produkte, die unseren Kaufleuten angeboten werden, verkehrsfähig sind, benötigen wir:

  • ein aktuelles Zertifikat vom Hersteller (IFS, BRC, FSSC, GLK)
  • Eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung (Produkte werden gemäß IFS produziert, Deklaration entspricht gesetzlichen Bestimmungen und die Produktes sind korrekt zusammengestellt)
  • Wenn ihr ein Bio-Produkt anbieten wollt, benötigen wir zusätzlich das Bio-Zertifikat

Wieso brauche ich jetzt Dokumente für die Qualitätssicherung? Ich bin doch schon in manchen EDEKA Regalen?
Der Kaufmann entscheidet, welches Risiko er für die Ware in seinem Markt trägt. Bei foodstarter ist es so, dass wir mit "einem Klick" die Produkte über 1000 Kaufleuten verfügbar machen. Das heißt auch, dass wir eine sehr hohe Verantwortung gegenüber dem Kunden haben.

Wieso brauch ich noch eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung vom Hersteller?
Leider gibt es Fälle, in denen der Lieferant zwar IFS zertifiziert ist, jedoch nur als Abfüller agiert und der Rest beim Startup liegt. Insbesondere wenn das Etikett durch ein Startup ohne Erfahrung erstellt wird, kann es zu Fehlern in der richtigen Deklaration gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung kommen.

Die Deklaration habe ich in Zusammenarbeit mit einem Lebensmitteltechniker gemacht, der das studiert hat. Das ist korrekt so!
Wir alle wissen es: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Die Deklarationsprüfung kostet 44 Euro bei unserem Partnerlabor. Dies ist auch ein weiteres Argument für andere Händler, die mit Sicherheit auch danach fragen werden bei einer größeren Listung.

Bei der BIO-Zertifizierung ist doch eine Deklarationsprüfung mit drin?
Nein, das ist ein Irrtum. Der Sachverständige der BIO-Kontrollstelle schaut lediglich, ob das Bio-Siegel korrekt angegeben ist auf der Verpackung. Eine Deklarationsprüfung gemäß der Lebensmittelinformations-Verordnung wird von der Öko-Kontrollstelle nicht durchgeführt.

Bei weiteren Fragen könnt ihr uns natürlich immer kontaktieren. Wir versuchen euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und zu guter letzt lässt sich wohl nur noch sagen: Fahrt nicht über rot! ;)